Liebe Besucherinnen und Besucher
In den letzten Jahren habe ich mich politisch engagiert, um mitzuhelfen, dass unsere Gesellschaft dem Ziel der sozialen Gerechtigkeit und der ökologischen Wirtschafts- und Lebensweise näherkommt.
Ich habe zu diesem Thema 2 Bücher und mehrere Aufsätze geschrieben,
die Sie in dieser Homepage finden.
Besonders empfehlen möchte ich Ihnen mein 2. Buch,
es hat den Titel:
"Von der Finanzkrise zur solidarischen Gesellschaft", sowie den Aufsatz:
„Der gerechte, konsequente Weg zum Klimaschutz“.
Der letzte Aufsatz zu diesem Themenkomplex hat den Titel:
"Was kann, darf, muss wachsen, wenn der Ressourcenverbrauch stark zurückgehen muss?"
Das Erdbeben in Haiti am 12. Januar 2010 hat die Lebensplanung von meiner Frau und von mir kräftig durcheinander gewirbelt. Da wir schon von 1994 bis 1999 in Haiti Projekte aufgebaut haben,
hat uns dieser Schicksalsschlag des
ohnehin geschundenen Volkes nicht gleichgültig lassen können.
Wir haben uns entschlossen, noch einmal für voraussichtlich 2 Jahre nach Haiti zu gehen,
um dort in der vom Erdbeben
am stärksten betroffenen Stadt Léogâne ein Projekt aufzubauen, das mithelfen wird, den Wiederaufbau zu beschleunigen.
Die Projektbeschreibung und den aktuellen Stand des Projektfortschrittes können sie in www.Pro-Haiti.de nachlesen.
Wenn wir wieder aus Haiti zurück sind, werde ich an der Konzeption einer postkapitalistischen Gesellschafts- und Wirtschaftsform weiterarbeiten, denn der Kapitalismus ist nicht zukunftsfähig, weil er auf wirtschaftliches Wachstum angewiesen ist und das ist definitiv nicht dauerhaft möglich.
Leider gibt es bei diesem Themenkomplex viele Denkbarrieren und Vorurteile, die es zu überwinden gilt.
Ein postkapitalistisches System ist nicht gleichbedeutend mit Sozialismus bzw. dem Kommunismus wie wir ihn kannten.
Es trifft auch nicht zu, dass Marktwirtschaft und Kapitalismus identisch sind.
Marktwirtschaft haben wir seit 10 000 Jahren, als unsere Vorfahren damit begonnen haben, sich zu spezialisieren.
Den Kapitalismus, mit seinem Zwang zum Wachstum und seinen (Welt-)Wirtschaftskrisen, gibt es aber erst seit
wenigen Jahrhunderten.
Ich finde es auch nicht hilfreich, wenn Lehrmeinungen von (großen) Autoren der Ökonomie unkritisch nachgebetet
werden. Das gilt für alle Strömungen: Klassik/Neoklassik, Marxismus, Keynesianismus oder Neoliberalismus.
Die Begrenztheit der Ressourcen, der Klimawandel und das Bevölkerungswachstum stellen uns vor ganz neue Herausforderungen, die bei den Überlegungen der früheren Lehrmeister keine Rolle spielten.
Wir sind deshalb gezwungen, uns neue Lösungen zu erarbeiten.
Es wird höchste Zeit, dass sich auch die bekannten Wirtschaftswissenschaftler/innen endlich dieser Aufgabe bewusst werden und sich an neue Lösungen heranwagen.
Mit herzlichen Grüßen
Franz Groll