Persönliches

Ich bin Jahrgang 43, verheiratet, wir haben 4 Kinder und einen Pflegesohn aus Kambodscha; von Beruf bin ich Maschinenschlosser und Ingenieur. Ich habe 26 Jahre bei der IBM gearbeitet, davon 3 Jahre als Abteilungs- und 7 Jahre als Hauptabteilungsleiter. Mit 50 Jahren habe ich gekündigt, um von 1994-99 für die Diözese Jérémie in Haiti ein Berufsausbildungszentrum aufzubauen und zu leiten. Zusätzlich habe ich meiner Frau bei der Gründung von zwei Montessorischulen geholfen.

Nach der Rückkehr aus dem Entwicklungsdienst war ich arbeitslos. Diese Zeit habe ich genutzt, um Volkswirtschaft zu studieren. 

Im September 2004 erfolgte die Veröffentlichung des Buches „Wie das Kapital die Wirtschaft ruiniert – Der Weg zu einer ökologisch-sozialen Gesellschaft“ und im Februar 2009 kam das zweite Buch mit dem Titel „Von der Finanzkrise zur solidarischen Gesellschaft – Visionen für eine zukunftsfähige Wirtschaftsordnung“ in den Handel.

Das Erdbeben in Haiti am 12. Januar 2010 hat die Lebensplanung von meiner Frau und von mir kräftig durcheinander gewirbelt. Wir wurden gefragt, nochmals nach Haiti zu gehen, um im Erdbebengebiet ein weiteres Projekt zu leiten. Da uns dieser Schicksalsschlag des ohnehin geschundenen Volkes nicht gleichgültig lassen konnte, haben wir uns entschlossen, noch einmal für 2 Jahre nach Haiti zu gehen, um dort in der vom Erdbeben am stärksten betroffenen Stadt Léogâne eine Berufsschule für alle Bauberufe, Mechaniker und Automechaniker aufzubauen. Das Projekt wurde so konzipiert, dass mit den Lehrlingen Gebäude erstellt werden können, einschließlich aller Installationen. In der Schreinerei können Türen, Möbel, Schul- und Kirchenbänke produziert werden, alles was in Haiti für den Wiederaufbau benötigt wird.

Seit unserer Rückkehr im Jahr 2012 bin ich wieder im (Un-)Ruhestand.